Mittwoch, 17. Mai 2017

52.202175, 0.128179

Allerdingsda Allerda, das Allerlei, ist wieder da. Verbietet Kaffee, ordert sieben Tassen Tee.

 Zwar wird jeder Mensch vom Schlaf ereilt, doch ist er bei Immermüde sehr eigen verteilt.

Siebenbrei trinkt drei, Siebendrei trinkt zwei, die übrigen Tassen sind ihnen einerlei.

Als Fuchs und Krähe sich empfehlen, kann Immermüde sich aus der Traumwelt stehlen.

Von sieben Tassen stehen noch zwei, doch mit Allerdingsda ist das Allerlei.





Samstag, 6. Mai 2017

Kläger und Richter

Belehrung:
Die Belehrung entfällt, weil wir das unter Freunden regeln.

Anklageverlesung:
Ich bin verurteilt, denn jeder will ein Urteil fällen. Ich verstehe das.
Gleichzeitig habe ich Angst vor Fehlurteilen. Vor deinen und vielleicht auch vor meinen.

Einlassung/Stellungnahme des Angeklagten: 
Du sagst du verstehst mich nicht. Doch das ist normal. Diese Einsicht ist besser als eine falsche Gewissheit. Aber dein Unverständnis klingt vorwurfsvoll.

Beweisaufnahme:
Du willst Antworten, die ich nicht habe, denn ich verstehe mich selbst nicht und so wächst der Druck in der Befragung.

Plädoyer:
Die Anklage ist formuliert. Du willst den Wortlaut von mir wissen, doch ich schweige, denn eine Beschuldigung ist kein Schuldbeweis.

Schlusswort des Angeklagten:
Es gibt einen Verdacht aber keine Gewissheit. Ich habe noch keine Erklärung und ich will nicht, dass eine bloße Anklage in deinen Augen und mit deinen Händen zu einer falschen Wahrheit umgeformt wird.

Urteil:
Der Angeklagte hat das letzte Wort, zumindest bis der Richter spricht.





Logbuch Teil III

Ort: Rutchares (weil er nicht Rüdiger genannt werden will)

Mission Confluentes: Rückzug erfolgt

Status:
- Mission unvollendet

Soundtrack:
- Everything is alright by Motion City Soundtrack


Neue Mission:
- Herausfinden was die neue Mission ist
- Neue Crew-Mitglieder rekrutieren
- Status der verschollenen Crew klären
- Sponsoren akquirieren
- Aufenthaltsbeendigung im schlechten Teil des Lebens
- Unentdeckt bleiben
- Neues Quartier errichten
- Kompass reparieren lassen
- Missionsleiter wiederfinden oder Logbuchschreiber umschulen
- Selbstzweifel vernichten (aber nicht restlos)
- Humor wiederfinden
- neue Strategien erstellen
- Klären unter wessen Befehl wir stehen



Ereignisse nach dem Rückzug:
- Niederlassung in bekanntem Territorium
  ► Einwohner hilfsbereiter als erwartet
- Unser Aufenthalt wird toleriert, ist aber nicht erwünscht
- Beziehung provisorischer Unterkunft im schlechten Teil des Lebens
- Wasserschaden in der elektronischen Kontrolleinheit
- Alliierte beschaffen großzügigerweise neue EK
- Hackerangriff
- EK wieder unter unserer Kontrolle
- Kontaktabbruch von unserer Seite und Wiederaufnahme des Kontaktes
- Tagesausflug mit der Crew
  ► Kampfunfähigkeit bestätigt; kleinere Verluste
  ► Es war dennoch ein schöner Tag
- Personelles Problem in der Kommunikationseinheit wurde aufgedeckt
  ► Lösungsansatz wurde abgelehnt
  ► neuer Lösungsansatz: Keine Lösung ist auch eine Lösung.


Beobachtungen:
- Die Welt ist böse.
- Schleichen sind keine Schlangen.
- Ich werde verfolgt.
- Versorgung lässt zu wünschen übrig
- Bei Regen picknickt es sich besser im Zelt
- Es ist möglich während des Gähnens zu sabbern.



Verhaltensregeln:
- Verstecken
- Kredit aufnehmen
- Taktisches Ausweichen
- Ablenkungsmanöver inszenieren
- Keine Auskunft zu irgendwas geben
- Darauf vertrauen, dass der Boden einen immer auffangen wird.


Fortschritte:
- In Aussicht
- Verantwortliche Entitäten versagen schnelle Hilfsleistungen.
- Mehr Schritte als "fort-"s, weil mehr Forts als Schritte.


Menschen:
- Im Allgemeinen schrecklich.
- Überschreiten Befugnisse
- Experte äußerte die Meinung, dass ich innerlich vielleicht viel menschenfreundlicher bin.
  ► Stellte mir erwähnten Experten daraufhin auf einem Scheiterhaufen vor.
- Erfordern Ausweichmanöver


Lebensumstände:
- Siehe: Sektion VR., Nr. 5
- Bezug zur Welt schwindend
- Bezug zur Realität konstant labil


Fazit:
- Seltsam ist besser als häufigsam aber nicht so gut wie Bisasam.





Freitag, 17. Februar 2017

Expecto Patronum, please.

Chapel of thought,
of the battles I fought,
of the silence I need
and the words that I bleed,
desperate for peace,
I'm craving release.

Mittwoch, 20. Juli 2016

Waiting

I enjoyed the time being alone.
It was either the silence before the storm or anticipation for something pleasant.
I was always waiting. Free from all torments. A queen inside her castle.
At some point I was done waiting.
I left this empty rooms not knowing I wouldn't return.
From that time on I couldn't be waiting anymore since there was nothing more to happen if I wouldn't make a move.
I was not waiting. I was thinking, standing, hesitating, stopping, a standstill without purpose.
Now I have to be the change I was waiting for.
It hurts not to be a queen anymore. I might have hated the queen but I certainly loved the castle.

Die Nacht ist der beste Zuhörer

Ich hab an die ersten Jahre nach meinem ersten Umzug gedacht und die Nachtluft genossen, während der Mond in mein Zimmer schien. So viel hat sich verändert, aber die Luft riecht immer noch gut. Ganz anders als in der Stadt. Die Nacht ist aber immer schön. Dann hab ich mich hingelegt und mir selbst von ein paar Erinnerungen erzählt. Wie viele Details sind wohl schon verloren gegangen? Wie viele werde ich noch vergessen? Und wann werde ich gar nicht mehr an das alles denken und werde überrascht sein, wenn mich eine Erinnerung streift um mir klar zu machen, wie vertraut mir das längst vergessene Leben mal war? Nur der Mond hat mir zugehört und ich hätte es ihm nicht mal gedankt und seinen Dienst einfach vergessen, wenn ich nicht jetzt im Internet eine kurze Notiz hinterlassen würde, die er niemals liest.

Dienstag, 23. Februar 2016

Glückskeks

Nicht mehr lange und ich packe alle meine Sachen. Ich gebe meine aktuelle Tätigkeit auf und hoffe etwas besseres zu finden. Gut möglich, dass das ein Fehler ist. Ich weiß doch nicht was ich tue oder warum oder wo das alles hinführt.
Womöglich zum letzten mal, mache ich mich auf den Weg zu meinem liebsten Asia Imbiss. Die 6 und die 70 zum Mitnehmen. Ich gebe gut Trinkgeld. Der Besitzer schenkt mir einen Glückskeks und gibt ihn mir auf die Hand. Wir kennen uns mittlerweile ohne uns wirklich zu kennen.
Ich laufe in die entgegengesetzte Richtung meiner Wohnung, denn nur drei Meter entfernt ist eine Bushaltestelle. Wenn der Bus in den nächsten 10 Minuten kommt, dann geht es schneller. Nach zwei Metern fällt mir ein, dass ich mit Essen in der Hand nicht gerne Bus fahre. Bevor ich meine Planänderung umsetze, öffne ich den Glückskeks, damit ich wenigstens eine meiner Hände frei habe.
"Sie werden bald auf dem richtigen Weg sein".
Ich lache leise und drehe mich um.